Hagelanschlag
 03.Juni 2005

 

Hintergründe

Eines der schlimmsten Unwetter fegte am 3. Juni 2005 um 18,30 Uhr über Steinberghaff hinweg. Auf dem Satellitenbild von 18:30 Uhr wird sichtbar, das die stärksten Hagelschauer nur auf einem kleinen Gebiet niederschmetterten. Am schwersten betroffen waren Steinberg, Steinbergholz, Steinberghaff und Koppelheck.

 

Wie entsteht Hagel?

Mit Hagel bezeichnet man in der Meteorologie einen festen Niederschlag in Form von Eiskörnern oder Eisklumpen von mindestens 5 Millimetern Durchmesser. Große Hagelklumpen (Schloßen) können gelegentlich mehr als 10 Zentimeter Durchmesser erreichen. Meist haben die Hagelkörner eine Größe zwischen 1 und 5 Zentimetern.

Da für die Bildung von Hagelkörnern einerseits Vereisungsprozesse und andererseits sehr starke Aufwinde erforderlich sind, sind ausschließlich mächtige Cumulonimbuswolken (Gewitterwolken) Ausgangspunkt für Hagelentstehung. Innerhalb dieser Cb's kann es zur Bildung von Hagelembryonen kommen, sobald stark unterkühlte Wassertröpfchen mit Eiskristallen vergraupeln.

Falls in der Folge bei Temperaturen bis -14°C ein hohe Anzahl unterkühlter Wassertröpfchen in der Wolke vorhanden ist, können diese Hagelembryonen rasch zu glasklaren Hagelsteinen heranwachsen (nasses Wachstum). Unterhalb von -14°C lagern sich hingegen weniger Wassertröpfchen und Eiskristalle an. Es bilden sich weniger klare, kristalline und teilweise mit Lufteinschlüssen durchsetzte Hagelkörner (trockenes Wachstum).

Häufig beobachtet man bei Hagelkörnern einen typischen Schalenaufbau. Dieser entsteht durch wiederholtes Auf- und Absteigen und damit verbundenes Antauen und wieder Gefrieren des heranwachsenden Hagelkornes innerhalb der turbulenten Gewitterwolke.
 

 

Manche Hagelkörner hatten tatsächlich eine Größe von ca. 5 cm.

 

 

Auch Doppelstegplatten durchschlugen die riesigen Hagelkörner ohne Probleme

 

 

 

Die Autos unter diesem Carport haben auch erhebliche Hagelbeulen bekommen.

 

Außerdem wurden sämtlich Fahrzeuge, die zum  Zeitpunkt des Hagelanschlages ungeschützt draußen standen, völlig zerbeult.

 

 

© Klaus Braubach

home >> Startseite