Biikebrennen 2009

Am 21. Februar gab es das erste Biikebrennen in Steinberghaff. Trotz einsetzendem Regen hatten alle beteiligten ihren Spaß.

Was ist eigentlich Biikebrennen?

Der Ursprung des Festes ist unklar. In manchen Dörfern wird im Feuer eine Strohpuppe, die den Winter symbolisiert, verbrannt. Es wird vermutet, dass die Leuchtfeuer aus den primitiven Lichtbaken an den Stränden, die im 17. und 18. Jahrhundert den Seefahrern und Walfängern als Navigationshilfe dienten, entstanden sind.

Auf der Insel Sylt diente das Biikefeuer hauptsächlich zur Verabschiedung der Walfänger. Die zurückgebliebenen Frauen zündeten die Feuer entlang des Strandes an, um den fahrenden Männern noch lange sicheres Geleit zu geben. Böse Zungen erzählen sich, dieses Signal galt gleichfalls den dänischen Männern auf dem Festland und sollte ihnen vermitteln, dass die Inselfrauen nun wieder allein auf dem Hof waren und Hilfe bei der Arbeit und anderen Dingen benötigten.

Die Strohpuppe wird Petermännchen genannt und hat, so ist die Vermutung, nichts mit dem Heiligen Petrus, sondern mit dem Papst (also dem Petrus-Amt) und dem damit verbundenen christlichen Glauben zu tun, der abgelehnt wurde. Am folgenden Tag, dem 22. Februar, feiert die katholische Kirche das Fest Kathedra Petri, also den Stuhl des Papstes, bzw. die Vorrangstellung des Petrus-Amtes, was das Lehramt betrifft. Ein Zusammenhang des Petermännchens, das in das Biikefeuer geworfen wird, mit dem Amt des Papstes in Rom liegt somit nahe. Das Biikefeuer besteht meist aus Weihnachtsbäumen und Gestecken, die bis zum Biikebrennen aufgehoben werden. Danach gibt es traditionell Grünkohl.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Biikebrennen

 

 

© Klaus 2009